CFF unterstützt Aktion zum Saftpressen

Coesfeld For Future
Coesfeld For Future • 29 September 2021

Am 07.Oktober von 13 – 18 Uhr macht die mobile Saftpresse Halt an der Freilichtbühne Coesfeld. Coesfeld for Future ruft zur Pflück- und Pressaktion auf. 

Mit den spätsommerlichen Septembertagen ist die Apfelernte in Gang gekommen. Entlang mancher Straßen und in vielen Gärten ist das Obst nun reif zur Ernte. Wir freuen uns auf den ersten frischen Apfelkuchen, das selbstgemachte Apfelmus und den knackigen eigenen Apfel in der Frühstücksdose. Doch nicht selten fehlt die Zeit oder auch die Lust das viele anfallende Obst direkt zu verarbeiten. Daher bleibt es nicht selten als Fallobst auf dem Rasen liegen und bringt mehr Ärger als Nutzen. Immer häufiger ist zu hören, dass die Menschen keine neuen Obstbäume mehr anpflanzen oder gar alte Obstbäume fällen wollen, weil sie so viel Arbeit machen.

Dabei haben gerade alte Obstbäume eine hohe Bedeutung für die Ökologie unserer Kulturlandschaft. Streuobstwiesen sind wahre Hotspots der Biodiversität. Sie bieten bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Vögel nisten in Höhlen alter Bäume, das Totholz ist ein wichtiger Lebensraum für Insekten, die wiederum den Vögeln als Nahrung dienen. Obstbäume sind Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen, Igel fressen das herabgefallene Obst. Die beste Möglichkeit diesen wichtigen Lebensraum zu erhalten, besteht darin ihn zu nutzen.

Daher freut sich die Gruppe Coesfeldforfuture, dass „Die Mostmacher“ mit ihrer mobilen Saftpresse nun auch nach Coesfeld kommen.  Wer Obst aus dem Garten oder von Straßenrändern gesammelt hat, kann sich daraus ganz schnell und unkompliziert seinen eigenen leckeren Saft pressen lassen. Der Saft wird vor Ort pasteurisiert und in praktischen Bag-in-Box-Gebinden abgefüllt. So ist er mindestens 1 Jahr lang haltbar und kann nach wenigen Minuten direkt mit nach Hause genommen werden.

Von den gut 500 Mio. Liter Apfelsaft, die in Deutschland jährlich getrunken werden, kommt ein großer Teil der verwendeten Äpfel aus dem Ausland. Nicht selten hat der Saft lange Wege hinter sich, bevor er in unserem Einkaufwagen landet. Wer hingegen Saft aus dem eigenen Obst trinkt, weiß nicht nur um die gute Qualität seines Obstes, sondern spart Transportwege und schont das Klima.

Wer keine eigenen Obstbäume hat, fragt einfach mal die Nachbarn oder Verwandten.Viele Menschen sind sicher froh, wenn Andere bei ihnen ernten und das Obst so noch eine gute Verwendung finden könnte. Wo im öffentlichen Raum frei verfügbare Bäume und Sträucher stehen, die abgeerntet werden dürfen, findet man auch auf der Homepage www.mundraub.org. Wer Obst anzubieten hat, kann ebenso mal auf Nachbarn und Bekannte zugehen.

Ein Miteinander von dem nicht zuletzt die Umwelt und das Klima profitieren.

Nähere Infos zur Saftpresse unter www.mostmacher.de