Die ARD lehnt einen Werbespot von KLIMA° vor acht ab.
[14.10.2026] Im Vorabendprogramm der ARD fehlt regelmäßige Berichterstattung zum Klima. Diese Leerstelle sollte eine Sendung über das Klima vor der Tagesschau füllen. Bisher verweigert die ARD eine solch regelmäßige Berichterstattung. Um zu zeigen, wie soll eine Berichterstattung aussehen könnte, hatte der Verein KLIMA° vor acht e.V. schon 2023 einige Beispielsendungen produziert.
Nun eine neue Idee: im Vorabendprogramm sollte ein 35-sekündige Spot kurz vor der Tagesschau platziert werden – doch die ARD Media GmbH, die Vermarkungsgesellschaft der ARD, hat den Spot abgelehnt, es sei keine Imagewerbung. Ob die Ablehnung rechts war, wird wohl ein Gericht entscheiden müssen.
Statt des ursprünglichen Plans, Werbung für ein Format wie KLIMA° vor acht zu machen, wurde ein Ansatz verfolgt, der auf jeden Fall im Einklang mit den Werberichtlinien steht. Der Imagespot steht unter dem Claim “Wir schauen hin”. Das Interesse dem Klima mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, wird von den Sponsoren des Werbespots (GLS-Bank, Prokon und EWS Schönau) geteilt, schon allein aus ökonomischen Überlegungen.
Klima-Berichterstattung unter 1 %
Klimaberichterstattung wird im ÖRR vernachlässigt. Dies weist der MedienKlimaBericht von KLIMA° vor acht nach. Trotz historischer Hitzewellen, trotz 16.000 Hitzetoten allein in Deutschland, trotz Extremwetterereignissen weltweit: Der Anteil von Klimathemen im ÖRR ist auf unter 1 % der Sendezeit gefallen - den niedrigsten Wert, seit KLIMA° vor acht das TV-Programm auswertet.
Höchste Zeit also, mit neuen KLIMA°-vor-acht-Folgen nachzulegen und etwas gegen diesen besorgniserregenden Trend zu tun. In der ersten Folge geht es dann auch genau darum: Warum berichten die Medien so wenig über das Klima? Immer donnerstags wird es dreimal in Folge eine neue Sendung geben.
Medien und die Klimakrise - KLIMA° vor acht S2 E1