People for Future Gelnhausen

WATTBEWERB: STÄDTECHALLENGE SOLAR

 

Willkommen bei den People For Future Gelnhausen - Unser Selbstverständnis

 

People for Future Gelnhausen ist eine parteiübergreifende Bürgerinitiative für alle Menschen, die das gemeinsame Ziel eint, für sich und die nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft auf einem lebensfreundlichen Planeten zu erhalten. Reine Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden, intakte Ökosysteme und erträgliche Außentemperaturen sind Grundlage für unsere Gesundheit und Sicherheit, und damit für eine lebenswerte Zukunft. Gesunde und in Frieden lebende Menschen kann es nur auf einer gesunden Erde geben. Dafür setzen wir uns ein.

Die Klimaerhitzung und einige andere Umweltveränderungen werden in den nächsten Jahren unser Leben immer stärker beeinträchtigen. Viele Menschen sind bereits heute stark davon betroffen. Um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren, muss Vieles neu gedacht und anders gemacht werden. Wie wir uns fortbewegen, wie wir wohnen, wie wir uns ernähren und wie wir uns mit Energie versorgen, wird sich grundlegend verändern müssen, eins jedenfalls ist sicher: wir können es besser! Lasst uns gemeinsam den Wandel in Gelnhausen und Umgebung herbeiführen. Global denken, lokal handeln!

Die junge Generation von Fridays for Future, deren Zukunft auf dem Spiel steht, hat den Weg aufgezeigt. Nun mobilisieren sich auch Eltern, Großeltern und andere Menschen in der ganzen Welt und bringen positive Initiativen und Veränderungen in ihrem direkten Lebensumfeld auf den Weg -und somit wieder Hoffnung für die Zukunft. Wir laden alle Interessierten ein, sich uns anzuschließen.

 

Was mir machen:

  • Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Ausstellungen, sehr aktiv in den Arbeitsgruppen Sonnenstrom und Fahrradmobilität
  • Rund 10 aktive und 50 passive Unterstüzende aus Gelnhausen und Umgebung
  • Treffen jeden 2. Mittwoch und 4. Freitag eines Monats, je nach Coronalage live oder online
  • Enge Zusammenarbeit mit den Fridays for Future
  • Vernetzt mit vielen anderen Vereinen und Initiativen der Region
  • Kontaktiere uns über  gelnhausen@parentsforfuture.de

 

Veranstaltungen

 

Nächster Termin:

Treffen jeden 2. Mittwoch und 4. Freitag eines Monats, je nach Coronalage live oder online. Sie können uns per WhatsApp oder unter gelnhausen@parentsforfuture.de erreichen 

 

Arbeitsgruppen

Ortsgruppe

AG Sonnenstrom

AG Fahrradmobilität

AG Ernährung

AG Becherpfandsystem

 

Erreichbarkeit

Wir sind bei WhatsApp, und über Facebook und Twitter zu erreichen

Außerdem erreicht Ihr uns per Email: gelnhausen@parentsforfuture.de

„Globaler Klimastreik“ am Freitag in Gelnhausen

Klimainitiativen laden zum Parking-Day auf dem Untermarkt ein

letzte Hilfe

Am Freitag, den 23.09.2022 findet wieder ein „Globaler Klimastreik“ statt; weltweit werden nicht nur junge Menschen auf die Straße gehen, um zu zeigen: die Klimakrise steht nicht erst bevor, sie findet statt. Sogar wir Menschen im wohlhabenden Norden haben das nicht erst in diesem Jahr gespürt. Denn jetzt schon stehe fest: „Es war eins der drei heißesten Jahre seit der Klimaaufzeichnung 1881. Außergewöhnliche Trockenheit, Wassermangel, sterbende Wälder betrafen und betreffen auch den Main-Kinzig-Kreis“, sagen Bernd Schwandt und Dirk Wehrsig, Sprecher der „Psychologists For Future“ im Main-Kinzig-Kreis. Die schwedische Schülerin Greta Thunberg habe die Bedrohung, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten vorhersagen sowie das viel zu geringe Engagement politischer Institutionen nicht mehr länger ertragen können. Sie habe auf ihre Gefühle reagiert und als erste Jugendliche 2018 mit einem Schulstreik freitags begonnen. Hieraus sei eine weltweite Klimabewegung entstanden. Mehrere „For-Future“-Initiativen seien von Menschen gegründet worden, aus der Besorgnis und Erkenntnis heraus, dass endlich mehr getan werden müsse, um den Klimawandel zumindest noch einigermaßen zu begrenzen. Im Main-Kinzig-Kreis u.a. die „People For Future“ im Sommer 2019, die seitdem einige Maßnahmen angestoßen und umgesetzt haben. Darunter Bewusstseinsbildung über Öffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen, Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs, Informationen rund um Sonnenstrom inklusive Balkonkraftwerke und Einiges mehr.

Aus der Psychologie wisse man schon lange, dass alleinige Kenntnis und Wissen für uns Menschen meistens nicht ausreichend sind, um ins Handeln zu kommen. Außerdem gebe es zahlreiche Hindernisse, mit denen unser psychisches Erleben notwendige Veränderungen unseres Lebensstils, die die meisten Menschen unserer Breitengrade auch kennen, erschwerten oder sogar blockierten, haben Klimapsychologinnen und -psychologen erkannt. Beispielsweise könne Angst vor dem was kommt eher begünstigen, wegzuschauen und darauf zu hoffen, dass die Technik oder die Politik die Klimaprobleme schon lösen würden; wenn wir erstmal eine nachhaltige Umstellung der Energiegewinnung erreicht haben, wird der CO2-Ausstoß schon sinken, werde oftmals fälschlicherweise angenommen. „Wir müssen unsere Gefühle, wie Angst, Trauer, Wut endlich beginnen, ernst zu nehmen! Wir müssen sie als Antriebskräfte nutzen, um Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger unserer Gesellschaft bei der Umsetzung unbedingt notwendiger Veränderungen zu unterstützen“ sagen die Diplom-Psychologen Bernd Schwandt und Dirk Wehrsig. Die Realisierung unserer Gefühle sei Voraussetzung, um dem Wissen über die Klimafakten Bedeutung zu geben. Deshalb hat sich 2019 eine weitere „For-Future“-Initiative gegründet: die „Psychologists & Psychotherapists For Future“ (www.psychologistsforfuture.org). Sie beschäftigen sich u.a. mit der Problematik, wie wir handlungs- und lösungsorientiert mit dem vorhandenen Wissen und den Emotionen, die die eindeutigen Zeichen der Klimakrise auslösen, umgehen können. Auch im Main-Kinzig-Kreis besteht mittlerweile eine aktive Regionalgruppe von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen. Beide Initiativen rufen dazu auf, sich an dem globalen Klimastreik zu beteiligen.

Denn ausschließlich nachhaltigeres Handeln von uns einzelnen Menschen reiche nicht. Das Ziel der UN-Klimakonferenz in Paris 2015, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius bis zum Jahr 2100 gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu erreichen, erscheine bereits völlig unrealistisch, so Andreas Hlasseck, Sprecher der People for Future Gelnhausen. Sowohl die Politik, Kommunen als auch große Unternehmen müssten deutlich mehr Engagement zeigen. Jedes Zehntel Grad zähle, um gefährliche Kipppunkte im Klimasystem zu vermeiden. Die weltweite „Parking-Day“ Bewegung, bei der innerstädtische Parkplätze für eine bestimmte Zeit in menschenfreundliche Lebensräume verwandelt werden, mache darauf aufmerksam, dass zur Rettung eines lebensfreundlichen Klimas Veränderungen von Mobilität und Gestaltung des Stadtlebens gehörten.

 In Gelnhausen versammelt sich dazu das breite zivilgesellschaftliche Bündnis „Klimainitiativen Main Kinzig“ um 17 Uhr auf dem Untermarkt. Dort informieren sie nicht nur zu verschiedenen Themen rund um Nachhaltigkeit. Ganz konkret zeigen sie, wie menschenfreundliche Städte zukünftig aussehen könnten, stünde hierfür mehr Raum, der aktuell vor allem durch Autoverkehr besetzt ist, zur Verfügung. An einer Magnettafel sind alle Menschen eingeladen, ihre Ideen und Wünsche zur Gestaltung der öffentlichen Räume einzubringen. Die Initiativen freuen sich auf einen regen Austausch. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt, die Fridays for Future Hanau servieren vegane Waffeln.

„Lasst uns am 23.09. auch im Main-Kinzig-Kreis zeigen, dass wir für uns und vor allem unsere Kinder eine Welt erhalten wollen, in der Menschen gesund und sicher leben können!“ so Dirk Wehrsig abschließend. Hierzu finden folgende Veranstaltungen statt:

Hanau, Freiheitsplatz, 14:00 Uhr: Kundgebung und ein Demonstrationszug.

Gelnhausen, Untermarkt, 17:00 Uhr: Kundgebung und Infostände zum Thema, wie Städte menschenfreundlich gestaltet werden können.

Fulda, Uniplatz, 14:00 Uhr: Laufdemonstration.

 

Psychologists & Psychotherapists for Future im Main-Kinzig-Kreis ( mkk@psychologistsforfuture.org )

People for Future Gelnhausen ( gelnhausen@parentsforfuture.de )

STADTRADELN im Main-Kinzig-Kreis

People for Future Gelnhausen gründen Gruppe und laden zur Teilnahme ein

„Bislang liegt von der Stadt Gelnhausen leider noch keine Anmeldung zum STADTRADELN vor, obwohl unser Bürgermeister schon vor einigen Wochen um Anmeldung gebeten wurde.“ zeigt sich Harald Geib, Sprecher der AG Mobilität der People for Future enttäuscht, sei für die Anmeldung doch nur ein Formular auszufüllen. Alle größeren Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis seien dabei, darunter Hanau, Langenselbold und Wächtersbach. „Das hat uns nicht davon abgehalten, ein eigenes Team ‚P4F GN‘ zu gründen. Wir laden alle Menschen im Main-Kinzig-Kreis ein, in unserer Gruppe mitzuradeln. Als parteiübergreifende Initiative fordern wir alle Stadtverordneten von Gelnhausen auf sich am STADTRADELN zu beteiligen. Sie leisten viel als ehrenamtliche Politiker:innen für unsere Stadt und können auch hier mit gutem Beispiel vorangehen.“

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„Und genau das ist die Idee von STADTRADELN. Menschen probieren aus, mit dem Fahrrad mobil zu sein, und stoßen dabei auf viele Vorteile für die Gesundheit und den eigenen Geldbeutel. Mit dieser Erfahrung stecken sie andere Menschen an, es ihnen gleich zu tun.“ sagt Andreas Hlasseck, Sprecher der People for Future Gelnhausen. Und auch für alle Mitmenschen lohne sich das Radfahren. „Insbesondere Kinder sind sicherer unterwegs, wenn weniger Autos verkehren, es gibt weniger Lärm und Hitzeentwicklung in unseren Städten und das Auto kostet auch die gesamte Gesellschaft viel Geld. So titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am 24.07.2021 ‚Das Auto ist ein Geldgrab‘. Ein Forscherteam aus Schweden hat errechnet, dass jeder Autokilometer die Gesellschaft 27 Cent kostet, durch Straßenbau/-erhalt, Luftverschmutzung, negative Auswirkungen auf Boden- und Wasserqualität u.v.m. Jeder geradelte Weg dagegen bringt der Gesellschaft Geld ein. Und zwar 30 Cent pro Kilometer, was vor allem auf die positiven Gesundheitseffekte zurückzuführen ist.“

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Die Teilnahmezahlen beim STADTRADELN wachsen seit 2008 exponentiell, im vergangenen Jahr haben über 800.000 Menschen in Deutschland teilgenommen. STADTRADELN ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte. Registrieren, anmelden und gefahrene Kilometer eintragen bzw. aufzeichnen lassen kann man per App „Stadtradeln“ oder über die Internetadresse: https://www.stadtradeln.de/home. Während des Kampagnenzeitraums ist für alle Bürgerinnen und Bürger die Meldeplattform RADar! freigeschaltet. Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, via Internet oder über die STADTRADELN-App die Kommunalverwaltung auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

In diesem Jahr gibt es noch einen besonderen Anreiz: Der Main-Kinzig-Kreis verlost unter allen Teilnehmenden attraktive Preise. Es wird eine Abschlussveranstaltung organisiert, dort wird die Prämierung erfolgen. Außerdem erhält die Kommune, die in Relation zu ihrer Einwohnerzahl die meisten Radlerinnen und Radler aktivieren konnte, eine Fahrrad-Service-Station. Letzteres gelte natürlich nur für die angemeldeten Städte. Im Main-Kinzig-Kreis startet das STADTRADELN am kommenden Samstag, 10.09.2022 und läuft bis einschließlich Freitag, 30.09.2022.

„Die Sicherheit für Radfahrende im Verkehr, insbesondere für Kinder, zu erhöhen, ist Voraussetzung dafür, dass Menschen ihr Auto stehen lassen“ appelliert Harald Geib abschließend an Politik und Verwaltung und erinnert an das Maßnahmenpaket, das der ADFC gemeinsam mit den People for Future für Gelnhausen im Herbst 2020 erarbeitet hat. „Ein Großteil der Maßnahmen wartet weiter auf seine Umsetzung. Dafür muss dringend Personal und Geld bereitgestellt werden.“

People for Future Gelnhausen ( gelnhausen@parentsforfuture.de )

Schöpfungstag am Sonntag im Meerholzer Schlosspark

Schöpfungstag 22 GNZ

People for Future Gelnhausen und Psychologists for Future MKK sind mit dabei

„Wissenschaftler:innen berichten seit Jahrzehnten über die menschengemachte Klimakrise, es hat fast keinen Effekt gehabt.“ zieht Dirk Wehrig, Gründer und Sprecher der Psychologists & Psychotherapists for Future im Main-Kinzig-Kreis, eine ernüchternde Bilanz. „Junge Menschen gehen in großen Scharen auf die Straße, Aktivist:innen der ‚Last Generation‘ kleben sich mit ihren Händen auf Autobahnen fest, Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Fakultäten entschließen sich zu auffallenden Maßnahmen des zivilen Ungehorsams - und jetzt das Klima persönlich: heißester Sommer in Hessen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881, Trockenheit in Mitteleuropa, austrocknende Flüsse und Schifffahrtswege, unbeherrschbare Waldbrände mit riesigen zerstörten Flächen - ist das Klima selbst der effektivste Aktivist? Reichen diese klaren ‚Botschaften des Klimas‘, um wenigstens die Auswirkungen ‚nur‘ des 2-Gradziels ertragen zu müssen?“

„Weshalb verhallen Botschaften? Wie machen wir Menschen das, sie zu überhören und unseren Lebensstil nur minimal zu verändern?“ wirft Dirk Wehrsig wichtige Fragen auf. „Weil die kommunizierten Erscheinungen der Klimakrise jahrzehntelang nicht spürbar waren, es sich ‚nur‘ um Wissen handelte. Und die prognostizierten Folgen unseres klimabelastenden Verhaltens erst in einer fernen Zukunft kommen sollten.“ Wissen alleine reiche nicht, damit wir Menschen ins Handeln kommen, erst Gefühle motivierten uns, um unser Verhalten zu verändern. Besonders, wenn wir alte, lieb gewonnene Gewohnheiten verändern wollten! Und es gäbe noch zahlreiche weitere psychologische Gründe: beispielsweise fühlten wir uns mit alten, bekannten Verhalten sicherer.

Schöpfungstag 3

Während die Psychologists for Future ihr Augenmerk darauf richten, WIE Menschen, Organisationen und Politik diese Widerstände überwinden und ins effektive Handeln kommen können, arbeitet die Initiative People for Future Gelnhausen seit einigen Jahren daran, WAS wir tun können; z.B. mit ihren Schwerpunktgruppen Sonnenstrom und Mobilität. Hierzu hat sie bereits zahlreiche Vorschläge erarbeitet, beispielsweise die Teilnahme am „Wattbewerb“ (siehe Schaufenster im ehemaligen Joh-Gebäude) und konkrete Vorschläge zur Verbesserung klimafreundlicher Mobilität. Beide Initiativen arbeiten miteinander effektiv zusammen und präsentieren ihre Vorschläge in einem gemeinsamen Zelt beim Schöpfungstag.

Dessen Motto lautet: „Die Welt retten – alles beginnt vor meiner Haustür“. „Das ist absolut richtig.“ findet Andreas Hlasseck, Sprecher der People for Future Gelnhausen. „Gäbe es nicht einzelne Menschen, die sich auf den Weg der Veränderung machen, wie sollte Veränderung im Großen dann möglich sein?“ Jeder einzelne Mensch könne seinen ‚CO2-Fußabdruck‘ durch Maßnahmen wie weniger Fleisch und mehr pflanzliche Ernährung, Car-Sharing, Fahrradfahren und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel reduzieren; damit gleichzeitig etwas Gutes für die eigene Gesundheit und die anderer tun. „Was jedoch noch viel wichtiger ist, ist der sogenannte ‚CO2-Handabdruck‘. Denn: gemeinschaftlich lassen sich größere Wirkungen erreichen als alleine. Dringend notwendige Umstellungen der Energiegewinnung, Produktion von Lebensmitteln, der Mobilität und viele weitere können nur gemeinsam erreicht werden. Jede und Jeder kennt Strukturen und Entscheidungsprozesse, an denen Veränderungen bewirkt werden können, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Kirchengemeinde, in der Stadt / Gemeinde oder auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene. Menschen reichen einander die Hände und packen gemeinsam an. So geht Veränderung!“

Am Stand der People for Future Gelnhausen wird neben Infomaterial rund um die Klimaerhitzung und Balkonsolaranlagen auch ein Film über die Verkehrswende Hessen in Gelnhausen präsentiert. An Minisolar- und Miniwindkraftanlagen können Smartphones aufgeladen werden. Auch ein Elektrolastenrad wird dort ausgestellt sein. „Es gibt noch so viel mehr Lösungen da draußen“ freut sich Andreas Hlasseck auf den Austausch mit anderen Menschen und Initiativen am Schöpfungstag.

 

Die Psychologists for Future-MKK informieren an ihrem Stand über Umgang mit den krisenbedingten emotionalen Belastungen, psychologische Voraussetzungen für klimagerechteres Verhalten von Menschen Organisationen, Kommunikation mit anderen Menschen und vor allem auch Kindern, die in ihrem Leben noch viel stärker betroffen sein werden. Aus einem aktuellen Buch zu diesen Themen werden kurze Lesungen mit Vorschlägen stattfinden. Außerdem stehen Psycholog:innen der Gruppe für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Ein interessantes, spielerisches Quiz zu den Themen rundet das Programm insgesamt ab.

 

People for Future Gelnhausen ( gelnhausen@parentsforfuture.de )

Psychologists for Future MKK ( mkk@psychologistsforfuture.org )

An den Ministerpräsident des Landes Hessen
Herrn Boris Rhein
Bürgertour im Kinzigtal Gelnhausen, 01.08.2022

Harald mit MP Rhein
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Rhein,
die People For Future Gelnhausen freuen sich Sie am Montag, 1. August 2022, auf Ihrer Bürgertour im Kinzigtal begleiten zu dürfen.
Wie Ihre Route beschrieben ist, führt sie auf dem Fernradweg R3 durch Gelnhausen. Unsere AG Mobilität setzt sich seit zwei Jahren für mehr Sicherheit für Radfahrende in Gelnhausen ein. Wir möchten Sie im Vorfeld Ihrer Tour auf einige Gefahrenstellen hinweisen, die bisher weder die Stadt Gelnhausen, der Main-Kinzig-Kreis noch Hessen Mobil beseitigt hat.
Bedenken Sie bitte, dass Sie im Stadtgebiet Gelnhausens keine Radwege vorfinden sondern ausschließlich auf Fußwegen und Straßen fahren.
Wenn Sie die Ortsverbindungsstraße von Haitz nach Höchst queren wird zum Beispiel nicht auf kreuzende Radfahrer hingewiesen und auf der Straße, auch Richtung Gelnhausen, gilt kein „Tempo 30“.
Vom Freibad Gelnhausen bis zum Main-Kinzig-Forum, entlang der Barbarossastraße (L3333), existiert nur ein Fußweg, der für Radfahrer freigegeben ist. Hier fehlt für eine lebenswerte Stadt leider der Schutzstreifen für Radfahrende und „Tempo 30“ auf der innerörtlichen Landstraße.
Vorbei an der Kreisrealschule und dem Grimmelshausen Gymnasium können Sie und vor allem die Schüler:innen im Lohmühlenweg leider noch keine Fahrradstraße nutzen.
Unser sicherheitstechnisch größtes Sorgenkind für die Radfahrenden in Gelnhausen ist der Kreuzungsbereich Lohmühlenweg/Freigerichter Straße/Frankfurter Straße. Wie können Schüler:innen, Alltagsradler:innen und Radtourist:innen diese Straßen gefahrlos überqueren? Nach einem von unserer AG initiierten Ortstermin mit Hessen Mobil, dem Bürgermeister der Stadt Gelnhausen, dem ADFC und dem Schulsportleiter des Grimmelshausen Gymnasiums Anfang Juni, warten wir seither vergebens auf einen offiziellen Behördentermin mit dem Main-Kinzig-Kreis.
Im weiteren Verlauf fahren Sie auf dem R3 entlang der Frankfurter Straße (L3333) leider immer noch über einen Gehweg. Seit mehreren Jahren ist von Hessen Mobil erkannt, dass das Rad-Hauptnetz Hessen hier eine Lücke aufweist. Die Passage ist auch in die hessenweite Priorisierung von Projekten an Bundes- und Landstraßen aufgenommen, aber leider ist noch nichts unternommen worden.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, wir wünschen Ihnen trotz dieser Widrigkeiten eine angenehme und vor allem unfallfreie Radtour durch unser schönes Kinzigtal und die sehenswerte Barbarossastadt Gelnhausen.
Über ein Gespräch mit Ihnen am Rande der Bürgertour würden wir uns sehr freuen.
Mit nachhaltigen Grüßen
Harald Geib
Sprecher der AG Mobilität
People for Future Gelnhausen

Energie liegt in der Luft

Die Gelnhäuser Politik nimmt Anlauf beim Wattbewerb

Hausdach

Gelnhausen ist seit April 2021 auf Initiative der People for Future Gelnhausen beim Wattbewerb angemeldet, dem deutschlandweiten Städtewettbewerb, der mit einer Verdoppelung der installierten Pro-Kopf-Photovoltaikleistung gewonnen wird. „Eine unserer damals vorgeschlagenen Maßnahmen sind die „100 € von der Stadt für die ersten 100 Watt“, die insbesondere auf die Förderung von sogenannten Balkonkraftwerken abzielt. Dabei handelt es sich um ein oder zwei Photovoltaikmodule, die über einen Wechselrichter und Schuko- oder Wielandstecker an eine ganz normale Steckdose angeschlossen werden können. Damit können bis zu 600 Watt Strom auf dem eigenen Balkon, Terrasse, Kleindach oder Garten erzeugt werden. Diese Anlagen sind nicht genehmigungspflichtig. Eine einfache Anmeldung genügt, der bürokratische Aufwand hält sich gegenüber „normalen“ Anlagen in Grenzen.“ weiß Gerhard Müller-Waldheim, Sprecher der AG Sonnenstrom der People for Future Gelnhausen. „Wir freuen uns, dass unsere Initiative nun Wiederklang im politischen Raum findet.“ Am 29.06.2022 wurde von der Stadtverordnetenversammlung ein Förderprogramm für PV-Anlagen verabschiedet. Pro kWp (Kilowatt peak/Spitze) Leistung sollen 100 € zur Verfügung gestellt werden, maximal jedoch € 1.000. Das Gesamtfördervolumen beläuft sich auf € 200.000 und soll vorerst vom 01.10.2022 bis zum 30.06.2023 laufen.

„Angesichts der gestiegenen Kosten für Photovoltaikanlagen braucht es eine höhere Förderung, beispielsweise 200 € für das erste kWp Leistung.“ schlägt Andreas Hlasseck, Sprecher der People for Future Gelnhausen, eine Optimierung des Programms vor. Dies hätte den großen Vorteil, dass insbesondere Balkonkraftwerke bis 600 W Leistung attraktiv würden, eine einfache Möglichkeit, um Mieterinnen und Mieter an der Energiewende und günstigem Strom zu beteiligen. Nach dem jetzigen Modell erhielten Balkonkraftwerke nur 60 € Förderung, wenn überhaupt. Es sei sicherzustellen, dass die Förderung nicht erst ab 1 kWp greift. Der Beschluss ginge nichtsdestotrotz in die richtige Richtung, liege Gelnhausen im aktuellen Städteranking nur auf Platz 81 von 142 Städten. „Nun hoffen wir auf eine rechtzeitige und unbürokratische Umsetzung sowie Bereitstellung der Mittel aus dem Haushalt, damit auch Gelnhausen beim Wattbewerb vorne mitmischen kann“.

PV_Modul

Informationen zu Balkonkraftwerken und Photovoltaik im Allgemeinen stellen die People for Future Gelnhausen unter https://parentsforfuture.de/de/gelnhausen mit ihrer AG Sonnenstrom zur Verfügung. Viele Infos sind auch am Schaufenster des ehemaligen Kaufhaus Joh Am Ziegelturm zwischen Kinzigbrücke und Corona Testzentrum ausgestellt. Seit neuestem hängt dort ein Gemälde der Künstlerin Julie Knappe, die sich dem Thema Klimaerhitzung aus einer kreativen Perspektive nähert. Das Bild mit dem Namen „How dare you“ hat sie zusammen mit folgenden Worten den People for Future Gelnhausen zur Verfügung gestellt:

„Eindringlich appellierte Greta Thunberg anlässlich des Klimagipfels im September 2019 an die Politiker, sich endlich wahrhaftig und konstruktiv mit dem Klimawandel auseinander-zusetzen und Taten folgen zu lassen. Letztlich wandte sie sich damit auch an alle Menschen.

Weltweit wurde durch Schüler die Bewegung „Fridays for future“ –initiiert und damit die Forderungen in die Gesellschaft getragen. Später schlossen sich Eltern, Omas und Opas an.

Auch in Gelnhausen gab es Demonstrationen und Kundgebungen zum Thema Klimawandel und bemerkenswerte Appelle, die Krise zu stoppen, denn bisher ist wenig geschehen.

Mich hat dies alles so beeindruckt, dass ich beschloss, das Thema malerisch in Kohle und Acryl umzusetzen, die Stärke in der Gemeinsamkeit zu betonen und wichtige Aussagen einzuarbeiten. ‚Die Aufgabe des Künstlers ist es, Zeuge seiner Zeit zu sein‘, sagte schon Robert Rauschenberg (1925 – 2008). Kunst kann aufmerksam machen, infrage stellen, provozieren oder verstören und so ihren Beitrag zum Aufdecken gesellschaftlicher Missstände leisten.“

 

People for Future Gelnhausen ( gelnhausen@parentsforfuture.de )

Rückenwind für das Volksbegehren Verkehrswende Hessen

Überraschungsgast beim Empfang der Radfahrenden der Hessentour in Gelnhausen

Empfang in Haitz

Pünktlich um 16 Uhr trafen die Helden der Verkehrswende vergangenen Freitag in Haitz am Bolzplatz ein und wurden u.a. von den People for Future Gelnhausen mit Freude empfangen. Eifrig wurden die selbst gebastelten Windrädchen als Zeichen für den Rückenwind für die Verkehrswende aus Gelnhausen an den Fahrrädern befestigt. Nach einem gemeinsamen Foto ging es für die knapp 30 Radfahrenden über den Radfernweg R3 R3R3 in GNbis zum Coleman Center und von dort hoch in die Altstadt auf den Obermarkt.Röthergasse Dort warb Anja Zeller, Pressesprecherin des VCD Hessen e.V., mit vielen ausgefüllten Bögen für weitere Unterschriften: "Wir brauchen ein verbindliches Gesetz in Hessen, um die Verkehrswende Realität werden zu lassen. Für das Volksbegehren sind im ersten Schritt 45.000 Unterschriften von hessischen Wahlberechtigten nötig.“

Vor den Toren des Rathauses ergriff Harald Geib, Sprecher der AG Mobilität der People for Future Gelnhausen, das Wort. Er mahnte, dass die Klimaveränderungen vor unserer aller Augen angekommen sei: „Die Klimakatastrophe hat schon begonnen! Vor einem Jahr die verheerende Flut im Ahrtal mit 135 Toten. Am letzten Sonntag der Gletschersturz an der Marmolata mit neun Toten. Unser Wald leidet seit Jahren unter der Trockenheit und stirbt auf Raten. Die geringen Niederschläge belasten die Landwirtschaft mit Ernteausfällen.“ Das 1,5 Grad Ziel sei in weite Ferne gerückt und er warnte eindringlich vor Untätigkeit. „Die Mobilitätswende ist ein Baustein, um die Katastrophe zu begrenzen. Ihr Verkehrswende-Radler seid nicht untätig. Ihr setzt Euch für die Verkehrswende in Hessen ein!“ so Harald Geib weiter. „Alle, die Ihr hier seid zeigt, dass es Euch wichtig ist, etwas gegen die Klimakatastrophe zu unternehmen. Wir sind hier, wir sind laut, weil Untätigkeit unseren Kindern die Zukunft klaut!“

Harald

Das Volksbegehren Verkehrswende fordert für ganz Hessen u.a. mehr Radwege, breitere Gehwege, einen flächendeckenden ÖPNV mit kurzen Fahrtzeiten und hohen Frequenzen, mehr Verkehrssicherheit, insbesondere auf Schulwegen. Forderungen speziell für den Radverkehr haben die People for Future Anfang 2021 vorgelegt, diese wurde von allen Parteien mitgetragen. Passiert sei seitdem zu wenig. Es gehe an wichtigen Verkehrsnotenpunkten darum dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum zu geben und den Autoverkehr zu beschränken - in der Geschwindigkeit und beim Parken.

Harald Geib berichtete außerdem von Fortschritten auf Kreisebene. So finde in knapp zwei Wochen ein Vernetzungstreffen mit dem neu eingesetzten Klimateam des MKK statt. Außerdem arbeite der Kreis an einem baulastübergreifenden Radverkehrskonzept, an dem sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Und einen prominenten Unterstützer konnten die Radfahrenden auch verkünden. So hat Landrat Thorsten Stolz als Bürger seine Unterschrift unter das Volksbegehren gesetzt.

Zum Abschluss der Veranstaltung eilte ein Überraschungsgast herbei: Bürgermeister Daniel Glöckner. Auch er setzte mit seiner Unterschrift ein Zeichen für die Verkehrswende in Hessen.

BM unterschreibt

Zum Ende warb Gudula Seegmüller, Mitglied der AG Mobilität, um Unterstützung: „Ihr wollt ebenso für eine zukunftsfähige Mobilität unterschreiben? Dann kommt bei „Bittermann Industriedesign“ in der Alten Schmidtgasse 1 vorbei. Montags zwischen 16 und 18:30 Uhr sowie freitags zwischen 10 und 12 Uhr könnt ihr dort Unterschriftenbögen abholen, direkt unterzeichnen oder auch abgeben. Jederzeit könnt ihr eure unterschriebenen Bögen in den Briefkasten einwerfen. Jede Stimme zählt, noch bis einschließlich 29.07.2022.

Wenn du dich konkret vor Ort in Gelnhausen und Umgebung für sichere Radwege einsetzen möchtest, schreibe uns eine E-Mail an gelnhausen@parentsforfuture.de. Wir freuen uns auf deinen Beitrag zur Verkehrswende.“

Vor Rathaus

 

 

 

 

Rückenwind für das Bürgerbegehren Verkehrswende Hessen
People for Future empfangen die Radfahrenden der Hessentour in Gelnhausen

Bild entfernt.

„Täglich Stau, Verspätungen, Abgase, Unfälle, Lärm und jede Menge Stress. Viele Menschen haben das satt und wünschen sich eine gut funktionierende, umweltfreundliche und sichere Mobilität für alle – kurz: die Verkehrswende.

Zehn hessische Städte dürfen sich jetzt buchstäblich auf die Ankunft der Verkehrswende freuen. Denn ab Samstag, 2. Juli, geht die „Verkehrswende Hessen“ acht Tage lang auf Tour – in Form einer Radler:innengruppe, die sich für ein Verkehrswende-Volksbegehren in Hessen starkmacht.“ so lädt die Verkehrswende Hessen auf ihrer Homepage zum Mitfahren ein (https://verkehrswende-hessen.de/tour/).

Am Freitag, den 08.07.2022, gegen 16 Uhr, treffen die Radfahrenden in Gelnhausen-Haitz über den R3 an der Bahngleisbrücke zwischen Haitz und Höchst ein. Dort erhalten sie von den People for Future Gelnhausen Rückenwind, symbolisch untermalt mit selbst gebastelten, am Fahrrad befestigten Windrädern.

„Von Haitz fahren wir gemeinsam durch Gelnhausen in Richtung Obermarkt, wo eine Kundgebung mit anschließender Unterschriftensammelaktion geplant ist. Unser Landrat Thorsten Stolz kann aus terminlichen Gründen nicht anwesend sein, hat aber seine Unterschrift als Bürger bereits geleistet und an uns übergeben. Die gesammelten Unterschriften werfen wir feierlich am Rathaus ein, im Einwohnermeldeamt werden sie dann auf Rechtmäßigkeit geprüft.“ kündigt Harald Geib, Sprecher der AG Mobilität an.
„Möchtest auch du Teil der Verkehrswende in Hessen sein? Dann unterzeichne das Bürgerbegehren am 08.07.2022 um 16:30 Uhr am Obermarkt und rede darüber, auf der Arbeit, in deinem Freundeskreis, mit deiner Familie. Wenn du dich konkret vor Ort in Gelnhausen für sichere Radwege einsetzen möchtest, schreibe uns eine E-Mail an gelnhausen@parentsforfuture.de . Wir freuen uns auf deinen Beitrag zur Verkehrswende.“ bittet abschließend Gudula Seegmüller, Mitglied der AG Mobilität, um Unterstützung.

People for Future Gelnhausen

Denkt denn noch jemand ans Klima?

Windkraft über Sonnenblumen

Polituren in der GNZ 18.06.2022 von Philipp Franz

Wir schreiben das Jahr 2022. Es herrscht Krieg in Europa, infolge dessen nimmt die Lebensmittelknappheit auf der Welt immer dramatischere Züge an, Energiekosten steigen drastisch, derweil waren die Fluchtbewegungen auf dem Planeten noch nie so groß wie aktuell. Und der Klimawandel, der durch all das, was in der Ukraine geschieht, etwas in den Hintergrund gerückt ist, bedroht weiterhin die Zukunft der Menschheit. Das sogenannte 1,5-Grad-Ziel könnte schon in den nächsten Jahren fallen, wie jüngst berichtet wurde.

Und was machen sie in Freigericht? Da begehren Bürger gegen den Bau von Windkraftanlagen im Neuseser Wald auf.

Keine Pointen

Am 10. Juli haben die Freigerichter dann bei einem Bürgerentscheid das Wort. Die CDU mobilisiert derweil mit einem Flyer die Gegner der Windkraftanlagen. Darin schreiben die Christdemokraten sinngemäß, dass sie ja eigentlich für die Windkraft sind, aber eben nicht hier, sondern halt lieber woanders.                                

Ich kann das nicht mehr hören, immer die gleiche Suppe. Bei der Frage nach der richtigen Strecke für den Bahnausbau durchs Kinzigtal hörte man auch allerorten: Ja, wir müssen mehr Bahn fahren, um die Umwelt zu entlasten, also brauchen wir auch mehr Züge und Trassen. Aber die sollen bitte schön nicht an meiner Ortschaft vorbeifahren. Sondern halt lieber irgendwo anders.

Und deswegen wird das mit der Energiewende hierzulande auch nichts. Weil ein gehöriger Teil der Bevölkerung einfach nicht einsehen will, dass man dafür einen gewissen Preis zahlen muss. Und wenn dieser Preis nur ein Tempolimit von 130 auf den Autobahnen bedeuten würde, um Sprit zu sparen. Da kommt dann ein Bundesverkehrsminister der FDP daher und meint, dafür gebe es gar nicht genügend Schilder – und der Otto Normalbürger gibt sich damit zufrieden. Dabei müsste einfach nur die Straßenverkehrsordnung angepasst werden, dann braucht es auch keine Schilder. Nach dem Ortsschild kommt ja auch kein Hinweis darauf, dass jetzt Tempo 100 gilt.

Und die, die sich wehren und die Politik zum Umdenken und zum Handeln gegen die Klimakatastrophe drängen wollen, werden als linksgrünversiffte Öko-Terroristen bezeichnet, die ja keine Ahnung vom Leben hätten. Schüler, die freitags demonstrieren, sollen doch lieber was lernen. Ich glaube, wer sich bei „Fridays for Future“ für eine nachhaltige Zukunft kommender Generationen engagiert, der weiß schon jetzt mehr als die, die das verteufeln.

„Aber so lange die Chinesen da in China noch so viel CO2 rausblasen, ist es doch völlig wurscht, was wir hier machen“. Wir Deutschen sind eben um kein Totschlagargument verlegen. Bis es dann irgendwann zu spät ist. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die Flutkatastrophe im Ahrtal im vergangenen Jahr. Studien zeigen den Zusammenhang zwischen solchen Ereignissen und dem Klimawandel. Die Solidarität danach war riesig. Es wäre wünschenswert, wenn bei der Prävention ähnlich engagiert angepackt werden würde.

Wind-Turbine

Derweil lehnten es übrigens die Grünen (!) gemeinsam mit der SPD jüngst im Linsengerichter Gemeindeparlament ab, das kommunale Förderprogramm für Photovoltaikanlagen zu verlängern. Die Fraktionen sahen keinen Anlass dazu. Vielleicht wollten sie der CDU, die das Förderprogramm initiiert hatte, aber auch einfach den Erfolg nicht gönnen, schließlich ist Klimaschutz ja in der DNA der Grünen verankert. Das wurde durch diese Entscheidung mit Füßen getreten.

Dass in dieser Woche im Main-Kinzig-Kreis auf der A 66 ein Lastwagen mit E-Autos Feuer gefangen hat, passt dann auch irgendwie ins Bild.

GNZ Montag, 16. Mai 2022 Freigericht

Bei den zweiten Freigerichter Energietagen gab es viel Interessantes zu bestaunen

Oldtimer mit E-Antrieb

Alte Autos mit neuem Antrieb: Auch Oldtimer mit Verbrennungsmotor lassen sich zu E-Autos umrüsten. Dafür werden sogar Bausätze angeboten.

In der Freigerichthalle gab es Vorträge zu verschiedenen Themen, dazu gesellten sich Workshops.

Der Vorsitzende des Energiestammtisches, Josef Keller, sprach über „Balkonkraftwerke“, eine alte Technik, die nun genehmigungsfähig ist.

 „Lust auf Neues entwickeln“

Freigericht (pfb). Am Wochenende fanden in der Freigerichthalle in Altenmittlau die zweiten Freigerichter Energietage statt. Dies ist die größte Energiemesse der Region, wie der Veranstalter Energiestammtisch Freigericht (ESF) mitteilte. Bei den Energietagen drehte sich alles um die Energieerzeugung durch erneuerbare Energien, um Dienstleistungen wie Energieberatung und Finanzierung sowie Nachhaltigkeit im Bereich des energetischen Bauens und des täglichen Lebens. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz. Besonders freute sich der Veranstalter über die Zusage von Dr. Franz Alt, der die Energietage mit seinem Vortrag „Lust auf Zukunft“ bereicherte (Artikel folgt).

Bereits bei der Eröffnung am Samstagvormittag brachte es Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz auf den Punkt: Klimaschutz und Energiesparen seien so aktuell wie nie zuvor. Bevor er dem Energiestammtisch für das vielfältige Programm und dem ehrenamtlichen Einsatz dankte, verwies er auf verschiedene Aktivitäten, die von der Gemeinde Freigericht schon angestoßen worden waren. Dazu gehören etwa das bereits ausgebuchte Förderprogramm für private Photovoltaik-Vorhaben, eine 26 kW PV-Anlage auf dem Rathaus, die Teilnahme am sogenannten „Wattbewerb“ der anregen soll, die solaren Erträge von Kommunen zu steigern, oder auch der anstehende Bürgerentscheid am 10. Juli zur möglichen weiteren Planung von Windkraftanlagen oberhalb von Neuses. „Wir sind alle aufgefordert, aktiv mitzuwirken. Ein „Weiter so“ sei ebenso wenig angezeigt wie ein „Sich-Zurücklehnen mit dem Hinweis auf das Erreichte“, so der Appell von Bürgermeister Dr. Eitz. Dabei solle es aber nicht mit Zwang gehen, sondern „wir sollten Lust auf Neues entwickeln“, und die Chancen sehen, die durch das Energiesparen und -gewinnen entstünden. Dazu gehörten auch die Bereiche der Mobilität, der Stärkung von Fuß- und Radverkehr sowie des ÖPNV.

In die gleiche Kerbe schlug Thomas Schmitt vom Autohaus Schmitt in Freigericht, der mit seinem Mitarbeiter Marco Ackva viele VW-Elektroautos präsentieren konnte. „Die Kommunen und Kreise müssen für eine bessere Vernetzung von Bus, Bahn und Auto sorgen und die Infrastruktur für die Bürger bereitstellen. Denn es geht in den nächsten Jahren vermehrt um das Nutzen von Autos und nicht um das Besitzen.“ Ob sich die E-Autos durchsetzen werden, ist dabei für Schmitt nicht die Frage, sondern nur wann. „Das ist politisch so entschieden, und die Automobilindustrie hat sich darauf eingestellt.“ Das bestätigte auch Andreas Wagner von Opel Gross, der mitteilte, dass ab 2024 alle Opel-Modelle als E-Autos verfügbar sein sollen. Da die Kilometerleistung mit etwa 400 bis 500 Kilometern Reichweite immer weiter steige und die Ladezeiten sich auf etwa 20 bis 30 Minuten immer weiter reduzierten, werde zukünftig das E-Auto wohl eine immer attraktiver werdende Alternative.

Eine Nische bedient die Firma Lorey Maschinenbau aus Offenbach, die Autos mit Verbrennungsmotor auf Elektroautos umrüsten. „Überwiegend sind das Oldtimer und Cabrios“, so Martin Weis, der mit seiner Firma schon über 220 Autos umgerüstet hat. „Es gibt aber auch die Möglichkeit, von uns einen fertigen Bausatz zu erwerben und den Umbau selbst vorzunehmen oder in einem Workshop den Umbau mit dem Kunden zusammen in unserem Haus durchzuführen.“

Die „Balkonkraftwerke“ müssen lediglich angemeldet werden

Beim Workshop „Balkonkraftwerke“ stellte Vorsitzender Josef Keller eine Technik vor, die zwar schon 15 Jahre alt, aber jetzt auch genehmigungsfrei ist. „Die Kreiswerke sind verpflichtet, den Anschluss für die Selbstnutzung zuzulassen, und man muss die Anlagen lediglich anmelden. Dabei dürfen mit kleinen Anlagen bis maximal 600 Wattstunden (Wh) eingespeist werden. Bei einer Südausrichtung und idealem Winkel würden sich diese Anlagen innerhalb von drei bis vier Jahren amortisieren. Die Kosten liegen im Bereich von 600 bis 800€Euro, und die Anlagen werden mit Stecker fertig geliefert. „Derzeit gehen wir bei PV-Anlagen von einer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren aus“, informierte Keller, der Rückfragen mit seinen Mitgliedern des ESF gerne zur Verfügung steht.

Das Ziel der Messe und des ESF war es, umfassend zu informieren. Und dazu zählt auch der Bereich Ernährung. „Es geht darum, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren“, wie Keller feststellte. Denn immer noch würden etwa 30 Prozent der produzierten Lebensmittel weggeworfen. Zu diesem Thema hatte der ESF die Zahnärztin Angelika Pletka zu einem Vortrag eingeladen, den sie unter das Motto „Der Mensch ist, was er isst“ gestellt hatte. Sie hatte sich zur Gesundheitstrainerin mit dem Schwerpunkt Ernährung weitergebildet. Nachdem Pletka den Einfluss der Ernährung auf Klima und Umwelt detailliert dargestellt hatte und feststellte, dass die Mehrheit der Deutschen übergewichtig sei, kam sie am Schluss ihres Vortrages auf die Wichtigkeit von nachhaltiger Ernährung zu sprechen. Mit der Information, dass es wichtig sei, regional und saisonal zu essen und einzukaufen, weniger Fleisch zu essen, energiesparend zu kochen und Mehrwegverpackungen zu nutzen und auch öfter einmal das Auto stehen zu lassen, rief sie viele wichtige Dinge in Erinnerung.

Wirklich neu und innovativ war für viele Besucher das Zwei-Power-System der Firma PA-ID Process aus Kleinostheim. Dieses System wurde in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt. So entstand das derzeit effizienteste Wärmepumpensystem. Mit dem Zwei- Power-System können Strom und Wärme in einem Modul erzeugt werden. Mit den Modulen werden sowohl die Wärmepumpe als auch die elektrischen Verbraucher im Haus versorgt. Zusätzlich können Stromüberschüsse in intelligenten Stromspeichern gesammelt und in der Nacht wieder genutzt werden. Damit sei, laut Anbieter, eine komplette Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern möglich. Zusätzlich könne das System auch im Sommer kühlen und sei platzsparend, da keine Außeneinheit benötigt werde. Zudem werde es mit bis zu 45 Prozent gefördert. Eine für viele interessante Möglichkeit, die auf einer sehr ansprechenden Veranstaltung des ESF präsentiert wurde.

 

Logo       Offener Brief an Politik und Verwaltung von Gelnhausen

                                 Stellen Sie jetzt die richtigen Weichen für unsere Zukunft!

Der Bürgermeister von Gelnhausen hat vor kurzem den Haushaltsentwurf für Gelnhausen vorgelegt. Um ausgeglichene Zahlen zu erreichen, hält das Rathaus eine kräftige Anhebung von Grundsteuer B und Gewerbesteuer für erforderlich. Widerstand dagegen regt sich bei den Stadtverordneten. Es gibt wohl noch eine Menge Diskussionsbedarf. Dabei wird vor allem eine Kürzung der Ausgaben diskutiert, um die notwendige Steuererhöhung zu begrenzen. In der Presse war darüber hinaus zu lesen, Unternehmen in Gelnhausen wünschten sich vor allem einen guten Zustand der Straßen und Möglichkeiten sich zu vergrößern. Also eine ruckelfreie Autofahrt und die Versiegelung weiterer Flächen. Sind dies tatsächlich die wichtigsten Punkte, die es angesichts aktueller Krisen zu adressieren gilt?

Angesichts dramatisch steigender Energie- und damit auch Lebensmittelpreise beginnt in manch ärmeren Hauhalten das Frieren, immer mehr Menschen sind auf die Tafel angewiesen. Ganz zu schweigen von den zahlreichen schrecklichen Schicksalen, die Menschen in der Ukraine und weltweit durch die Auswirkungen von Putins Angriffskrieg zu erleiden haben. Viele Menschen litten in den vergangenen Jahren unter Corona, zu viele kamen zu Tode. Hauptursachen sind u.a. die Zerstörung von Naturräumen (Mensch und Viren kommen viel häufiger in Kontakt miteinander) und die mangelhafte Gesundheit vieler Menschen, durch Belastungen des Körpers mit z.B. Feinstaub oder Fehlernährung. Wie erzeugen die Gelnhäuserinnen und Gelnhäuser Energie? Wie können sie sich in einer gesunden Umwelt fortbewegen? Wie kann eine gesunde Ernährung unterstützt werden?

Zu diesen Fragestellungen arbeiten wir bei People for Future Gelnhausen u.a. in den Arbeitsgruppen Sonnenstrom und Fahrradmobilität. Hier liegen große Hebel, mit denen wir unseren lokalen Beitrag zur Bewältigung der globalen Krisen leisten und die Lebensqualität direkt vor Ort verbessern können. Durch kleine Investitionen kann die Lebensqualität verbessert, der Wirtschaftsstandort Gelnhausen gestärkt und private Investitionen entfesselt werden.

Mit der Unterschriftenaktion 100 € von der Stadt für die ersten 100 Watt schlagen wir eine kostengünstige und gleichzeitig öffentlichkeitswirksame Maßnahme vor, mit der insbesondere Balkonkraftwerke (Informationen erhältlich unter https://machdeinenstrom.de/blog ) gefördert werden sollen. So können auch Mieterinnen und Mieter an der Energiewende beteiligt werden. Außerdem steigert dies die Motivation von Ehrenamtlichen, wenn sie sehen, dass ihre Vorschläge Gehör finden und im Konkreten etwas getan wird. Daraus ergeben sich Kaskadeneffekte. Weitere Menschen engagieren sich freiwillig, Politik und Verwaltung wagen neue Schritte, private Investitionen werden gehebelt. Andere Kommunen im Main-Kinzig-Kreis gehen auch voran. So fördert Freigericht Photovoltaik-Anlagen mit bis zu € 1.000 je Anlage. In Linsengericht wurde bereits letztes Jahr ein ähnliches Modell eingeführt mit einer Fördervolumen von € 50.000.Warum nicht auch in Gelnhausen?

Ebenso wichtig wie die Frage nach der erneuerbaren Energieerzeugung ist die Frage, wie von Seiten der Stadtpolitik und -verwaltung das Energiesparen unterstützt werden kann. Jede nicht benötigte kWh Energie schont Flächen und Ressourcen, und am Ende auch den Geldbeutel, den privaten wie auch den städtischen. Das Klimaschutzkonzept für Gelnhausen aus dem Jahr 2013 gibt hierzu einige wichtige Anregungen, die auf Ihre Umsetzung warten.

Für den Fahrradverkehr hat unsere AG gemeinsam mit dem ADFC einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorgelegt, der im Stadtparlament einstimmig verabschiedet wurde. Er befindet sich zum Teil in der Umsetzung. Die Gelder für eine bessere Fahrradinfrastruktur sind leider sehr gering. Auch hier kann mehr Investition unsere städtische Infrastruktur zukunftsfähig machen und für eine hohe Verweilqualität in der Barbarossastadt sorgen. Menschen brauchen sichere Verkehrswege, damit sie sich gesund und sparsam fortbewegen können. Städte wie Paris, Kopenhagen, Wien, Tübingen, usw. haben diesen Weg bereits eingeschlagen. Flächen, die bislang dem Autoverkehr zugewiesen waren, wurden zum Teil für den Radverkehr freigemacht. Die Menschen und auch der Einzelhandel haben davon stark profitiert, so zeigen es zahlreiche Befragungen der Menschen vor Ort.

Sie sehen also. Wir sind den globalen Krisen nicht hilflos ausgeliefert. Wir können unseren Beitrag zu deren Bewältigung leisten und zur gleichen Zeit die Lebensqualität unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger verbessern. Das heißt aber auch alte Prioritäten zu überdenken und mutig neue Wege zu beschreiten. Viele Kommunen gehen bereits voran, Gelnhausen wird folgen, besser heute als morgen. Setzen Sie unsere Steuergelder mit Bedacht ein. Für uns, unsere Kinder und Enkelkinder!

 

People for Future Gelnhausen

Fridays for Future Gelnhausen

 

Leserbrief, Mittwoch, 20. April 2022 GNZ

Heinz Ullrich, CDU-Mitglied im Ortsbeirat Hailer, äußert sich zum offenen Brief der „People for Future“ an die Politik und die Verwaltung in Gelnhausen vom 13. April.

Bürokratie behindert „Solaroffensive“
Es ist ausgesprochen erfreulich, wenn es Gruppen gibt, die sich für erneuerbare Energie aussprechen. Es geht kein Weg daran vorbei.
Ergänzend zu der Pressemitteilung ist doch der erste Schritt, festzustellen wie viel Energie für die Gelnhäuser Einwohner erzeugt werden müsste, um die Stadt komplett unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen. Aber zurück zur „Solaroffensive”. Wer schon Photovoltaikanlagen bis 30 Kilowattstunden (kWh) auf dem eigenen Dach hat bauen lassen, weiß, dass die beste Förderung darin liegt, nicht mehr von der völlig überflüssigen Bürokratie behindert zu werden. Anstatt mit einem DIN-A-4-Blatt auszukommen mit den relevanten Daten, muss der Betreiber eine Gewerbeanmeldung machen, mit neuer Steuernummer, Umsatzsteuermeldungen abgeben, den eigengenutzten Strom zum Marktpreis berechnen, den Ertrag aus eingespeistem Strom notieren, die Abschreibung ausrechnen und alles in einer Einnahme-Überschuss-Rechnung zusammenfassen für die Einkommensteuererklärung.
Diese Daten liegen zum Beispiel den Kreiswerken alle vor und können per Knopfdruck an das Finanzamt weitergeleitet werden. Als Anlagenbetreiber bis 30 kWp will ich keine finanzielle Förderung wie jetzt angedacht. Ich will einfach nicht mehr von dieser unsäglichen, überflüssigen Bürokratie behindert werden.

Hier sind jetzt [nicht nur] die People for Future gefordert, die hiesigen drei Bundestagsabgeordneten anzuschreiben mit der klaren Forderung, diese unsägliche Behinderung endlich abzuschaffen.
Heinz Ullrich
Hailer
 

Windkraftanlagen Josef Keller

 

Freigericht Stromautark mit Windkraftanlagen?

Leserbrief zum Bürgerbegehren

In Freigericht wurde jetzt ein Bürgerbegehren pro oder kontra Windkraftanlagen auf den Weg gebracht. Ein “hochemontionales” Thema, wie in der Pressemitteilung zu lesen war.

Wie wäre es denn, einfach mal unter kaufmännischen Gesichtspunkten erneuerbare Energien wie Windkraftanlagen oder auch Freiflächenanlagen bei der Photovoltaik zu betrachten? Wenn man wirklich unabhängiger von der überregionalen Energieversorgung werden will, dann gehören solche Anlagen niemals in private Investorenhände, sondern ausschließlich in kommunale oder, noch besser, in die Hände von Energiegenossenschaften.

Begründung: Der Bau von 5 WKA´s in Freigericht bringen geschätzte 35 Millionen kWh pro Jahr. Diesen produzierten Strom kann man, und jetzt kommt es, zum dauerhaften Endpreis von maximal 13 Cent pro kWh an die Freigerichter weitergeben. In diesem Preis sind schon 6 Cent für die Stromproduktion einkalkuliert. Das reicht um die laufenden Kosten und die Abschreibung (Zins und Tilgung bei einer Vollfinanzierung) zu bezahlen. Der Vorteil läge für die Freigerichter bei rund 7 Millionen Euro pro Jahr. (Marktpreis zurzeit etwa 33 Cent pro kWh).

Alleine mit dieser Ersparnis könnten nach und nach alle Haushalte mit Stromspeicher ausgerüstet werden. Außerdem könnte man “heißes Wasser” für den Gebrauch und vor allem für die Heizung mit diesem Strom produzieren. Dazu noch private Photovoltaikanlagen mit Wallboxen für Elektroautos, und Freigericht könnte eine Vorbildfunktion bei der Umstellung auf erneuerbare Energie und Autarkie werden.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Ullrich

„Fridays for Future“ – im kleinen Kreis für die Begrenzung der Erderwärmung

Deutlich mehr Bewusstsein schaffen

GNZ 28.03.2022 (jol). Zum zehnten Klimastreik seit September 2019 riefen „Fridays for Future“ und“ People for Future“ zu einer Aktion vor das ehemalige Kaufhaus Joh. „Wir wollten bewusst nach außen gehen, um weitere Menschen für den Kampf gegen den Klimawandel zu gewinnen“, sagte Sprecherin Clara vom Endt. Im Mittelpunkt stand Kunst der Jungen und Mädchen aus der Freiraumschule.

Kunstwerke der Freiraumschule standen im Mittelpunkt
Kunstwerke der Freiraumschule standen im Mittelpunkt

 

Klimawandel wird immer mit Temperaturerhöhung gleichgesetzt. Doch was das bedeutet, ist nur schwer nachzuvollziehen. Denn Klima ist ein sehr komplexes System, bei dem kleinste Veränderungen schon gravierende Folgen haben können. Diese Folgen sind vielen Menschen nicht so bewusst, auch wenn sie in den vergangenen Jahren immer öfter ein viel zu trockenes Frühjahr oder Starkregen im zu warmen Sommer erleben.

„Wir müssen deutlich mehr Bewusstsein schaffen, um das Ziel zu erreichen, die Erhöhung der Temperatur auf 1,5 Grad zu begrenzen“, rief Clara vom Endt als Sprecherin von Fridays for Future Gelnhausen auf, sich der Verantwortung für die Natur in all ihren Facetten zu stellen. Denn die Kunstausstellung, die Mädchen und Jungen der Freiraumschule gemeinsam mit der Künstlerin Carollina Fabinger schufen, machten noch einen anderen Aspekt deutlich. Zwar ist es normal, dass immer wieder einzelne Tierarten aussterben, der Mensch sorgt auch mit dem Klimawandel dafür, dass dies in einem ungeahnten Ausmaß exponentiell steigt. Die Schüler gestalteten zwei große Tafel mit den Themen Meer und Wald. „Das Leben ist noch bunt“, deutete Clara vom Endt auf die vielen Tiere, die die Kinder in Farbe darstellten. Doch an vielen Stellen waren die Tiersilhouetten nur noch weiße Schemen, die eine ausgestorbene und damit für immer verlorene Tierart repräsentierten. Gemeinsam ist es die Aufgabe der Menschheit, dafür zu sorgen, dass nur noch wenige weitere Schemen dazukommen, die einem natürlichen Kreislauf entsprechen.

25.03.2022

Deshalb setzen sich Fridays for Future und People for Future auch für den „Wattbewerb“ ein. Das erste Watt Photovoltaik sollte durch die Stadt mit 100 Euro gefördert werden. Zudem sei der Ausbau der Radwege und des ÖPNV gefragt, um den Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu reduzieren.

Mit dem Fahrrad
Vieles geht auch ohne Auto - aber so nicht zur Nachahmung empfohlen

 

Allerdings hatte die Veranstaltung für die Bedeutung des Themas nur wenige Besucher, die sich nicht schon auf den Weg zur Klimaneutralität gemacht haben. Trotzdem habe es sich gelohnt, denn jede Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und jede Aktion, in der Kinder mehr über das Klima lernen, sei ein Schritt nach vorne.

 

Kunstaktion

Freitag, 25. März ab 13 Uhr Kunstausstellung zum globalen Klimastreik vor dem ehemaligen JOH-Gebäude
Fridays for Future Gelnhausen kündigt an, sich am 25.03.2022 am zehnten globalen Klimastreik zu beteiligen. Die weltweite Bewegung streikt 2022 bereits im vierten Jahr.
Auch in Gelnhausen finden bereits seit September 2019 Klimaproteste statt.
Die Aktivist:innen fordern die Regierungen weltweit auf, die Erderhitzung auf 1,5 Grad gegenüber vorindustriellen Niveau zu begrenzen und Profite einiger Konzerne nicht über das Leben von Menschen zu stellen.

Gemeinsam mit der örtlichen, freischaffenden Künstlerin Carollina Fabinger und Kindern der Freiraumschule erarbeitet Fridays for Future Gelnhausen aktuell eine Ausstellung, die am 25.03. um 13:00 Uhr vor dem ehemaligen JOH-Gebäude eröffnet werden soll. Die Ortsgruppe lädt recht herzlich dazu ein, am Tag des globalen Klimastreiks vorbeizuschauen und sich überraschen zu lassen.

Ich will Putins Krieg nicht mitfinanzieren

"Erdöl stammt in Deutschland zu einem Drittel aus Russland, Steinkohle und Erdgas etwa zur Hälfte. Derzeit wird viel darüber diskutiert und es werden Strategien entwickelt, wie Deutschland unabhängiger von Russlands fossilen Energieträgern werden kann. Dabei wird meist davon ausgegangen, dass wir die gleiche Menge woanders einkaufen müssen.

Für mich gibt es da aber noch einen anderen Weg: einfach weniger verbrauchen. Und zwar am besten alle gemeinsam, jeder nach seinen Möglichkeiten. Jeder kann seinen ganz persönlichen Beitrag leisten: nur dann Räume heizen, wenn sie genutzt werden, die Raumtemperatur reduzieren, auch mal mit einer Decke oder einem dickeren Pulli abends auf dem Sofa sitzen, elektrische Geräte ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Statt sich über die hohen Spritpreise zu ärgern, kann ich auf der Autobahn freiwillig maximal Tempo 130 fahren oder kurze Wege z.B. zum Einkaufen nicht mit dem Auto erledigen, sondern mit dem Fahrrad. In Korb und Rucksack passt viel mehr, als viele denken.

Es ist auch gar nicht so kompliziert, seinen eigenen Strom zu produzieren – zum Beispiel mit zwei Solarmodulen als „Balkonkraftwerk“ oder der eigenen Photovoltaik-Anlage. Schulkinder können selbst zur Schule und zu Freizeitaktivitäten radeln anstatt mit dem Elterntaxi. Und es gibt noch viel mehr Möglichkeiten.

Man kann sich immer wieder darüber aufregen, dass die Regierung nicht genügend oder das Falsche tut – damit ändert sich aber nichts. Stattdessen macht es doch viel mehr Sinn, selbst was zu ändern – jeder für sich. So lässt sich dem Ohnmachtsgefühl gegenüber Putins Krieg etwas entgegensetzen. Außerdem kann ich es nur schwer ertragen, dass mit dem Geld, das ich für Strom, Heizung und Benzin ausgebe, in Europa Krieg geführt wird, dass viel zu viele völlig unnötig sterben oder ihre Heimat verlieren. Verglichen mit dem, was die Soldaten, die in ihrer Stadt Eingeschlossenen und was Flüchtlinge erleben müssen, sind die kleinen Unannehmlichkeiten, die das Strom-, Gas- und Spritsparen mit sich bringen, für mich gut hinnehmbar.
Wenn jeder etwas tut, können wir etwas bewegen!"

Gudula Seegmüller
Gelnhausen

Interview

 

 

Ein sinnvoller Anfang – aber es besteht weiterer Handlungsbedarf

Ein Kritikpunkt der AG Fahrradverkehr: In der Planung des Main-Kinzig- Kreises nicht enthalten seien dringend notwendige Radverkehrsregelungen um den Bahnhof Gelnhausen herum. Foto GNZ
Ein Kritikpunkt der AG Fahrradverkehr: In der Planung des Main-Kinzig-
Kreises nicht enthalten seien dringend notwendige Radverkehrsregelungen
um den Bahnhof Gelnhausen herum. Foto GNZ

4. März 2022 GNZ

People for Future und ADFC Gelnhausen nehmen Stellung zum Radverkehrskonzept des MKK

Die zweite Online-Beteiligung zum baulastübergreifenden Radverkehrskonzept des Main-Kinzig-Kreises ist abgeschlossen. Für
Gelnhausen sind 21 Maßnahmen eingeplant, wie die Arbeitsgruppe Fahrradverkehr von People for Future Gelnhausen und dem
ADFC Gelnhausen in einer Mitteilung feststellt. Zehn dieser Vorhaben seien aus dem ursprünglich 70 Positionen umfassenden
Maßnahmenkatalog der Arbeitsgruppe übernommen worden. 47 Punkte davon seien auch nach den Gesprächen mit der Stadt
Gelnhausen noch offen.
Die im Konzept des MKK enthaltenen Maßnahmen sind nach Auffassung People for Future und des ADFC sinnvoll. Die einzige
Ausnahme betrifft den neu geplanten Radweg Lieblos-Hailer/Meerholz entlang der Kreisstraße 904. Ein Teil dieser
Radwegplanung betreffe den Fernradweg R3 (Trasse auf der Fahrbahn der K 904), wo dringend ein richtiger Radweg notwendig
sei. Aus Gründen des Natur- und Artenschutzes sollte entlang der Allee in der Kinzigaue auf einen neuen Radweg verzichtet
werden, meint die AG Fahrradverkehr.
Einige der vorgeschlagenen neuen Radwege seien sehr bedeutsam und wichtig für Gelnhausen, aber zum Teil nur mittel- oder
sehr langfristig realisierbar. Kurzfristig umsetzbare, vorübergehende Alternativen seien daher unverzichtbar. „Am wichtigsten
sehen wir eine Lösung für den Radverkehr im Kreuzungsbereich Freigerichter Straße/Frankfurter Straße/Lohmühlenweg an. Dort
verkehren täglich zahlreiche Schüler, Radtouristen auf dem R3 und viele Alltagsradfahrende. Immer wieder kommt es an dieser
Stelle zu gefährlichen Situationen, wenn sich radfahrende Kinder mit Fußgängern auf dem Gehweg begegnen“, berichtet Harald
Geib, Sprecher des Bündnisses zum Klimaschutz von People for Future und dem ADFC Gelnhausen. Erst im Februar sei eine
Schülerin vom Bürgersteig auf die Fahrbahn vor ein Auto gestürzt, verletzt habe sie sich dabei glücklicherweise nur leicht.
Die neue Radwegplanung entlang der Kinzigtalbahn von „Bad Gelnhausen“ zur Burgmühle über eine neue Kinzigbrücke sei sehr
willkommen, könne aber sicher erst mit Abschluss der DB-Neubaumaßnahmen Gelnhausen-Fulda, deren Beginn für Januar 2024
angestrebt wird, realisiert werden. Zum Schutz der Radfahrenden bis zu diesem Zeitpunkt weit in der Zukunft seien als
Alternative ein Radweg entlang der Barbarossastraße auf der Südseite und ein Rad-Schutzstreifen auf der nördlichen Fahrbahn
erforderlich.
In der Planung des MKK nicht enthalten seien dringend notwendige Radverkehrsregelungen um den Bahnhof Gelnhausen
herum. So sind die Freigabe der Einbahnstraßen über den Bahnhofsvorplatz, der Hailerer Straße und der Graslitzer Straße sowie
die Schutzstreifen in der Clamecystraße zur geplanten Fahrradstraße Am Seegrasen und in der Altenhaßlauer Straße zur
Bahnunterführung in den Augen der AG Fahrradverkehr unverzichtbar. Vollkommen ignoriert sei der Radverkehr in der
Gelnhäuser Altstadt. „Unsere Mindestforderungen sind die Freigabe der Einbahnstraße in der Röther Gasse zwischen
Herzbachweg und Schützengraben und ein Radaufstellstreifen Am Ziegelturm/Berliner Straße, die für Radfahrende unerlässlich
sind“, betont Harald Geib.
Zudem werde in dem Radverkehrskonzept die gesamte Stellplatzproblematik ausgeklammert. Dazu lägen zahlreiche Vorschläge
der AG Fahrradverkehr vor. „Wir würden uns freuen, wenn das Radverkehrskonzept des MKK umgesetzt, aber auch noch um die
genannten wichtigen Maßnahmen ergänzt werden würde“, fasst Geib zusammen.

 

Bild entfernt.

+++ Der neue P4F-Newsletter (Ausgabe Februar 2022) ist erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

[02.02.2022]

Euch erwarten wieder spannende, wissenswerte und motivierende Inhalte. Freut Euch auf diese bunte Mischung:

+++ Kann Sabotage friedlich sein? +++ Das Jahr 2021 der Omas for Future +++ Bürger*innenbegehren +++ Wattbewerb – Beitrag zur Energiewende +++ Hamburger Baumhaus-Patenschaft für Lützerath +++ Buchtipp: "Machste dreckig – machste sauber: Die Klimalösung" +++ Arbeitsgruppen (AGs) – Teil 2: Social Media, Wahlchecks, Summit, Willkommensteam, Strategie, Frieden fürs Klima, StopÖkozid@P4F +++ Schlemmen for Future, Klima-Telegramm

Klimafest Gelnhausen