PM 20. September - Feiertag für den Klimaschutz und bittere Stunden!

Vera S. • 6 Oktober 2019

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20. September  - Feiertag für den Klimaschutz und bittere Stunden!

 

 Weltweit haben sich am 20. September 2019 Millionen von Menschen gemeinsam erhoben, um für mehr Klimaschutz und mutiges politisches Handeln einzustehen. Allein in Deutschland waren 1,4 Millionen Menschen auf den Straßen. Nicht nur in den Metropolen, sondern auch in vielen Städten und Gemeinden gab es große Versammlungen.

Die Parents for Future waren ein wichtiger Teil dieser Bewegung. Sie haben mit ihren kinderfreundlichen Demo-Blöcken vielfach ermöglicht, dass auch Familien mit kleinen Kindern die Entscheidung getroffen haben, an den Kundgebungen teilzunehmen. So konnte man erleben, dass Dreijährige mit Eifer Demo-Schilder hoch gehalten haben und viele junge Teilnehmer gerufen haben: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“

Klimaziele in unerreichbarer Ferne

Die Gesellschaft wird sich an diese Rufe gewöhnen müssen. Denn während sich die riesigen Demonstrationszüge durch die Innenstädte ergossen, hat die Bundesregierung gleichzeitig ein Klimapaket beschlossen, dass den Zielen des beschlossenen Pariser Klimaabkommens in keinster Weise gerecht wird. Die Parents for Future stützen sich mit dieser Feststellung auf die Aussagen der Wissenschaft. Stellvertretend hierfür sei Klimaforscher Mojib Latif zitiert: „Mit solchen Mini-Schritten wird man die Klimaziele, die Deutschland angekündigt hat, niemals erreichen.“

Diese niederschmetternde Bilanz hat viele Parents-for-Future-Aktive enttäuscht. „Ich habe das Gefühl, dass mir diese Politik Stück für Stück die Möglichkeit nimmt, meine Kinder beschützen können. Das ist ein entsetzliches Gefühl“, so Claudia Prange von den Berliner Parents for Future.

Ziviler Ungehorsam als Option

Das vollkommen unzureichende Handeln der Politik zwingt alle gesellschaftlichen Gruppierungen, die am 20. September auf die Straße gegangen sind, dazu, den Druck auf die politisch Handelnden zu erhöhen. Längst werden auch bei den Parents for Future Stimmen laut, die zivilen Ungehorsam für eine mögliche Handlungsoption halten.

Wir werden nicht dabei zusehen, wie sehenden Auges die Zukunft unserer Kinder zerstört wird. Also werden wir noch entschlossener handeln und noch mehr Zeit investieren müssen – Zeit, die wir alle sehr viel lieber für das Aufwachsen und Genießen unserer Kinder verwenden würden. Aber diese mutlose und rückwärtsgewandte Regierung lässt uns keine Wahl.“

Gemeinsam mit den vielen anderen Klimaschutzgruppen, allen voran Fridays for Future, werden die Parents for Future in den nächsten Monaten dafür sorgen, dass das wichtigste Thema unserer Zeit, die Abwendung der Klimakrise, den Platz erhält, der ihm weiterhin gebührt.

Für weltweite Klimagerechtigkeit!

 

 

 

Parents for Future Deutschland

 

Mail: presse@parentsforfuture.de

 

 

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